Die Göttliche Komödie

nach Dante Alighieri

Die Göttliche Komödie

© ralphbrugger.de

Regie: Herbert Fischer

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen etwas deprimiert an Ihrem Arbeitsplatz. Da taucht plötzlich der Tod auf und lädt Sie zu einer Reise ins Jenseits ein. Durch Hölle und Fegefeuer ins Paradies, wo Sie von Ihrer ehemaligen Geliebten erwartet werden....

Die neue Produktion des internationalen Ensembles zeigt in plastischen Bildern verschiedene Stationen der Reise Dantes, der vor fast 700 Jahren ein gewaltiges Epos über die christlichen Jenseitsvorstellungen geschrieben hat. Sie führt vorbei an den bis in alle Ewigkeit in der Hölle schmorenden Schlemmern, Zornigen und Selbstmördern, zu den Flammensärgen der Ketzer, getrieben durch die Frage nach der Gerechtigkeit, zu den Zwietrachtstiftern und Mördern.

Die persönlichen Begegnungen wurden aktualisiert. Ähnlichkeiten mit Gestorbenen sind absichtlich, immer auf der Suche nach der zeitlosen Kraft des Bösen.

Im Fegefeuer büßen die Sünder, die eine Chance auf Eingang ins Paradies haben. Der klassische Sünder ist der Clown, der versucht alles richtig zu machen, aber damit zur Erheiterung des werten Publikums seine arge Mühe hat.

Nach der letzten Reinigung durch das Feuer trifft Dante im Paradies seine geliebte Beatrice und muß zu seinem Erstaunen feststellen, daß sich die verschiedenen Religionen, menschlichen Vorstellungen des Paradieses, gar nicht so sehr unterscheiden. Dort meditieren buddhistische Mönche neben Hinduisten, Juden besingen neben Farbigen ihren Überlebenskampf. Glaube, Liebe, Hoffnung, die Weltreligionen gehen fließend ineinander über.