Dulcinea

Über den Wahnsinn im Allgemeinen und den Wahnsinn der Liebe im Besonderen

Dulcinea

© ralphbrugger.de

Nach dem Roman "Don Quijote de la Mancha" von Miguel de Cervantes Saavedra
Text und Regie: Ferruccio Cainero 

 

Wiederaufnahme 2007/2010 mit Ulrike Möckel
Eine kleine, heruntergekommene Schenke, irgendwo in der Mancha "unter der Hitze der Sonne, wenn alles still steht und nur das Zirpen der Zikaden ein Chor von Hexen zu sein scheint, die geheimnisvolle Zaubersprüche wispern..." Eine Frau mit wirrem Haar steht auf einem Stuhl und gibt merkwürdige Klagelaute von sich. Ein Gast beobachtet sie fasziniert. Und sie beginnt ihm von den Abenteuern Don Quijotes zu erzählen... Mit ihren Worten werden die Stühle zu Bergen, der Tisch zur Hochebene, die Zimmerdecke zum Himmel und draußen vor dem Fenster verwandeln sich die weidenden Schafsherden in ein fantastisches Heer von Rittern.

Sie ist Aldonza, eine Bäuerin und Dulcinea, die Angebetete Don Quijotes. Dessen bedingungslose Verehrung und die Begegnung mit ihm haben ihre einfache Welt auf den Kopf gestellt. So leben in ihr die Abenteuer des fahrenden Ritters fort, und immer wenn ein Gast die Schenke betritt, fragt sie sich, ob er vielleicht ein echter Ritter und ihrer würdig sei.

Unter der Regie des Italienischen Schauspielers und Autors Ferruccio Cainero (Schweizer Kleinkunstpreis 2002, Salzburger Stier 2003, 1. Preis auf dem Int. Erzähltheaterfestival in Graz 2006: "THE GOLDEN EAR OF GRAZ") entfaltet sich ein poetischer Rückblick auf  Don Quijote, den Wahnsinn im Allgemeinen und den Wahnsinn der Liebe im Besonderen.

 

Das Stück

Unter der Regie des Italienischen Schauspielers und Autors Ferruccio Cainero (Schweizer Kleinkunstpreis 2002, Salzburger Stier 2003, 1. Preis auf dem Int. Erzähltheaterfestival in Graz 2006: "THE GOLDEN EAR OF GRAZ") entfaltet sich ein poetischer Rückblick auf  Don Quijote, den Wahnsinn im Allgemeinen und den Wahnsinn der Liebe im Besonderen. 

Ferruccio Cainero, der im Schweizer Tessin lebt, hat mittlerweile fast zehn Umsetzungen von Cervantes Roman für die Bühne geschrieben und inszeniert. F. Cainero: "In dieser Gesellschaft von Selbstdarstellung wächst in mir immer mehr das Bedürfnis nach Echtheit, die Lust, auf die Bühne zu gehen und einfach nur Geschichten zu erzählen, reale und irreale, traurige und heitere, unerwartete und geheimnisvolle, komische und tragische wie das Leben und eben deshalb so schön."

Die Figur Don Quijotes ist Theater. Ihre Behauptungen sind stärker als die Wirklichkeit und sie setzt diese damit für sich außer Kraft. Theater ist immer Behauptung, wenn es die Herzen und Köpfe der Zuschauer erreicht, wird es Wirklichkeit.

Der Nürnberger Musiker Robert Stephan unterstützt, begleitet und kommentiert musikalisch das Bühnengeschehen der Wiederaufnahme von 2010.

Die Uraufführung fand am Samstag, den 6. Mai 2006 im Theaterzelt im Schlossgarten in Trautskirchen statt.

Zu den Aufführungen im Sommer 2006 in Frankfurt schrieb die Presse:

"Kein Wenn und Aber, die Redaktion hat entschieden: Diese Top Events sollten Sie auf keinen Fall versäumen! Top Aufführungen: Nr. 1: Dulcinea, weil diese Don-Quichotte-Version ebenso puristisch wie poetisch daherkommt."
JOURNAL FRANKFURT

"Schon als szenische Lesung ist das Stück näher am tragischen Kern der Satire als mancher mit vielen Effekten gespielte "Quichote". Wenn sich zum Schluss die unerfüllten Träume der verkannten Prinzessin dem literarischen Vorbild annähern, wenn die Zitate aus dem Buch fließend ins gelebte Drama übergehen, wenn sich das verschmähte Mädchen als Pendant zum verlachten Ritter zu erkennen gibt, dann ist in dem bekannten Buch eine neue und durchaus fesselnde Seite aufgeschlagen."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Zur Premiere der Wiederaufnahme 2007 meinte die Nürnberger Zeitung:

Es ist hinreißend, der Holländerin Loes Snijders dabei zuzusehen, wie sie die Bühne erobert, barfuß darüber tobt, wie sie gurrt und kichert, jault und flüstert... Eins ist klar: Verrückt ist, wer sich bei COMOEDIA MUNDI nicht gut unterhalten fühlt.

Stück des Monats in Frankfurt!

Vom FRIZZ MAGAZIN zum Stück des Monats August 2007 gewählt:

Mit großer darstellerischer Kraft und überschäumender Lust am Spiel lässt die holländische Schauspielerin Loes Snijders die absurden Abenteuer des Don Quijote lebendig werden... Die Inszenierung bietet mit einfachsten Mitteln Theatermagie pur. Verzaubert verlassen die Zuschauer das Theaterzelt.

5 Sterne!

Pressefotos

Hochaufgelöste Bilder in Druckqualität liegen in dem Ordner Pressefotos

Pressestimmen

Besetzung

Aldonza / Dulcinea: Loes Snijders - Niederlande / Trautskirchen
Gast: Fabian Schwarz - München / Trautskirchen
Musik: Stefan Grasse - Nürnberg / Robert Stephan - Nürnberg
Text und Regie: Ferruccio Cainero - CH-Meride / Ticino
Wiederaufnahme 2007 / 2010: Ulrike Möckel - Berlin
Übersetzung: Karin Cainero - CH-Meride / Ticino
Kostüme: Joelle Clerc - F-Verenoux / S'Ertienne D'Estrec, Agnes Clerc / NL-Amsterdam
Organisation, Presse, Bühnenbild: Fabian Schwarz - München /Trautskirchen

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Gefördert vom Bezirk Mittelfranken

Förderpreisträger des Wolfram-von-Eschenbachpreis 2005