Frizz Magazin Frankfurt - 06.2011
Doris Stickler
Aufstieg & Fall der Stadt Passau
Bühnentipp im Juni:

Was geht noch, wenn nichts mehr geht, wenn es nichts mehr gibt? Diesen Fragen widmete sich Carl Amery in seinem 1975 erschienenen Roman. Da war das Jahr der Handlung 2013 – besser gesagt das Jahr 22 nach der globalen Katastrophe – noch ziemlich weit entfernt. Frei nach der literarischen Vorlage hat Comoedia Mundi den „postapokalyptischen bayerischen Science-Fiction“ auf die Bühne gebracht.

Im Jahr 25 nach Tschernobyl und zwei Monate nach Fukushima ist das Fiktionale freilich beängstigend real. Regisseur Herbert Fischer konzentriert das Stück auf den Zusammenprall von zwei konträren Überlebensstrategien: Die Passauer wähnen das Heil im Wiederaufbau von Technologie und Marktwirtschaft, die Rosenheimer suchen ihre Zukunft im Einvernehmen mit der Natur.

Ebenso einfallsreich inszeniert wie packend gespielt, wird im Theaterzelt ein anthropologischer Feldforschungsbericht vor Augen geführt, der viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Heimweg gibt.
1./2./3.6., Comoedia Mundi Theaterzelt Museumsufer (Höhe Museum für Angewandte Kunst)

 

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