Frankfurter Rund. - 21.06.2003
(Von Annette Becker)
Die Kluge und der Texter
<em>Aus presserechtlichen Gründen wurde uns der komplette Abdruck der Besprechung vom 21.6.2003 in der Frankfurter Rundschau untersagt. Wir wurden vor die Alternative gestellt, entweder den Artikel aus dem Netz zu nehmen oder Autorenhonorar zu zahlen. Als

Comoedia Mundi im Theaterzelt am Museumsufer

Die meisten Märchen hören mit der Hochzeit auf. Es geht ja auch niemanden etwas an, ob sich das Traumpaar irgendwann im Beziehungs-Alltag aufreibt. Einige wenige Märchen wie Die Kluge kennen da jedoch nichts. Wenn Loes Snijders und Moise Schmidt vom Comoedia Mundi Ensemble sich eines solchen Stoffes annehmen, kennen sie erst recht nichts. Bei ihnen bläst die kluge Bauerstochter schon mal Posaune, um den König zu beeindrucken, angetan mit viel hauchzartem Tüll, Holzschuh rechts und sündig rotem Stiletto links...... Zu zweit spielen Snijders und Schmidt sämtliche Rollen, wechseln im fliegenden Wechsel Körpersprache und Kostüme (Joelle Clerc). Bauer, König, Läufer und Dorfkollegen sind mal blond, mal braun, mal eine stattliche Frau, mal ein schmaler Mann. Selbst das Hauptbühnenmöbel, ein riesiger alter Herd, verwandelt sich unentwegt: vom Königspalast zur Selbstdarstellungsbühne des rappenden Werbetexters, vom Gefängnis zur venezianischen Gondel. Nur die kluge Bauerstochter bleibt immer sie selbst. .......... ..........Alfons Wild und István Galus bedienen sich fröhlich bei allen Epochen und Regionen der Weltmusik, betätigen Geige, Cello, Gitarre, Mandoline, Klavier, Monochord und eine Menge Perkussives............. Meist passt es prima zur Szene, wie der Einsatz von Waschbrett und Ozeantrommel als Ackerbau-Instrumente.................... Und das ist dann auch ganz märchenhaft.

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