FRIZZ MAGAZIN FRANKFURT - 08. 2019
(Antje Kroll)
Frankenstein

Ein Ensemble, das seine Kunst bestens versteht, ein geschickt arrangiertes Bühnenbild, ebensolche Licht- und Toneffekte - das sind die Ingredienzen für die diesjährige Comoedia Mundi-lnszenierung, eine freie Adaption des weltberühmten Romans von Mary Shelley. Zu Beginn tritt die Dichterin (lken Marei Sturm) selbst auf, berichtet von dem kalten, regnerischen Sommer 1816, als sie, erst 19-jährig, ihren Roman schrieb.

Szenenwechsel: Der Wissenschaftler Victor Frankenstein (Fabian Schwarz) exhumiert auf dem Friedhof eine Leiche, aus der er einen künstlichen Menschen erschaffen will. Durch die Einwände seiner Assistenten lässt Frankenstein sich nicht beirren und sein Vorhaben gelingt. Doch Wissenschaftler hat nicht daran gedacht, dass "seine Kreatur" (Loes Snijders) Gefühle haben würde, sie will Liebe, so wie Frankensteins Verlobte Elisabeth (Christina Schmideder), doch beide hoffen (zunächst) vergeblich. Der Wissenschaftler keine Zeit für Elisabeth und die "Kreatur" versetzt die Menschen mit ihrem entstellten Äußeren in Angst und Schrecken ...

Hier ist alles vereint: Schauergeschichte, Beziehungsdrama, Kritik an wissenschaftlicher Hybris, manchmal mit einem Augenzwinkern. Dies alles atmosphärisch dicht, schauspielerisch überzeugend, mal spannend-dramatisch, mal anrührend. Ein Besuch des Zelttheaters sei unbedingt empfohlen, nach der Vortellung lädt das Theatercafé am Mainufer mit traumhaftem Blick auf die illuminierte Innenstadt ein.

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Nachricht vom 05.11.2019

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