Eifeler Zeitung - 10.11.1998
(Petra Plützer)
Chansons zum Erleben
Loes Snijders zog das Publikum in ihren Bann

Monschau. Ein Abend mit Loes Snijders - das ist mehr als einfach ein Chansonabend, Loes Snijders singt Chansons zum Miterleben. Zum Träumen und Schwelgen, zum Lachen und zum Nachdenken, und dafür muß man weder Französisch noch Niederländisch oder Englisch können - obwohl die gebürtige Niederländerin auch ein deutsches Lied im Programm aufgenommen hat, "zum Entspannen", wie sie bemerkte. Auch ohne mündliche Einleitungen werden durch das schauspielerische Talent der Sängerin die Inhalte der Lieder deutlich nachvollziehbar. Ausgebildet in Gesang, Schauspiel und Clownkunst, kann die Entertainerin wahrhaft alle diese Elemente wunderbar einsetzen bei ihrer "one woman show".

Mit Chansons von Jacques Prévert, Jacques Brel und Edith Piaf brachte sie für das Stadttheater Monschau im Aukloster das Repertoire berühmter französischer Vorgänger auf die Bühne. Aber ihr völlig eigener Stil läßt bekannte Melodien neu entstehen.

"Egal, was sie singt - es paßt einfach alles zu ihr", meinte da eine Stimme aus dem Publikum. Daneben Jacques Brel auf Niederländisch - ein besonderes Schmankerl des Abends. Virtuos begleitet wurde Loes Snijders von Jürgen Mayer am Klavier, dessen instrumentale Kunst allerdings manchmal mit der Stimme zu konkurrieren drohte.

Loes Snijders ist in der Aachener Gegend keine Unbekannte. In den letzten Jahren gastierte sie mit dem Zelttheater "COMOEDIA MUNDI" in der Kaiserstadt. Nun konzentriert sich die Mutter von vierjährigen Zwillingen auf ihre Soloprogramme und plant Ihre zweite CD. Für das Monschauer Stadttheater war der Abend mit Loes Snijders ein furioser Auftakt nach dem Auszug aus den theatereigenen Räumen im Imgenbroiche Himo. Für das Theater ist es nach dem Weggang von der Burgau das zweite Mal, daß man sich ohne eine feste Spielstätte zu helfen wissen muß.

Die Niederländerin allerdings brauchte der Bühne im Himo nicht nachzutrauern. Denn das Monschauer Aukloster bot einen idealen Spielort für ihre Chansons.

Loes Snijders nutzt in ihrem Programm die Nähe zum Publikum mit dem sie direkt nicht nur über die Musik kommuniziert. Sie läßt ihre Zuhörer keinen Moment los. Und auch die trennten sich letztendlich schwer von der Sängerin und forderten Zugaben ein. Da half nur der Verweis auf die eigene CD, denn nur die kann man endlos abspielen...

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