Erlanger Nachrichten - 29.05.2009
(Nathalie Bost)
Zwischen Leid und Leidenschaft
Chansons mit Loes Snijders im Comoedia Mundi Theaterzelt

Früher war alles besser: Wanderschauspieler tourten durch das Land und boten attraktive künstlerische Stilmischungen dar. Auch die Verführungskunst wurde noch ausgiebiger und spielerischer praktiziert als heutzutage: Mandolinen erklangen unter Balkonen, über deren Brüstungen mit etwas Glück dann die ein oder andere verzückte Dame fiel - heute hingegen geht das Liebesspiel mit Handy und Auto ratzfatz über die Bühne.
Die niederländische Theatermacherin, Sängerin und Schauspielerin Loes Snijders tourt mit Mann und Truppe seit 26 Jahren mit einem stimmungsvollen Theaterzelt und einem nostalgischen Circuswaggon als Vinothek-Cafebar durch die Lande und fängt darin die ganze Welt ein: Comoedia Mundi - Welttheater

Snijders stellte nun im Theaterzelt unterhalb der Kopfklinik ihr Chansonprogramm „LiebesLeid - Chansons d'amour" vor . Die zugehörige CD wurde zwar mit Bigband eingespielt, aber live lässt sich die Sängerin von einem furiosen Jazzquartett begleiten: Norbert Emmringer (sax) hatte als musikalischer Leiter passend zu Snijders' Interpretationen der bekannten Chansons von Boris Vian, Jacques Brel und Serge Gainsbourg einen Mix aus Musette, Bossa Nova und existenzialistisch-melancholischem Pathos arrangiert. Peter Adamietz an den Keyboards, Marco Kühl am Bass und Jens Liebau an den Drums boten dazu den virtuosen Hintergrund.
Loes Snijders ist eine imposante Bühnenpersönlichkeit, die jede Geste darstellerisch automatisch an den richtigen Platz setzt, mit tragikomisch-trockenem Humor charmante Moderationen präsentiert und diverse Stimmungslagen perfekt über die Rampe bringen kann...

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