Frankenstein

nach einem Roman von Mary Shelley

COMOEDIA MUNDI – Produktion 2019
Die Uraufführung ist am Samstag, 27. April um 20 Uhr im Theaterzelt im Schloßgarten.

Momentan entsteht im Schloß Trautskirchen die neue Ensemble-Produktion in einer Inszenierung von Loes Snijders.
Mit nur 18 Jahren schrieb Mary Shelley vor 200 Jahren in dem Jahr ohne Sommer diesen Roman, der zu den bedeutendsten englischen Romanen gehört. Verursacht durch einen der heftigsten Vulkanausbrüche in historische Zeit, in Deutschland wurde das Jahr auch "achtzehnhundertunderfohren" genannt, file der Sommer aus und eine Gruppe junger Engländer und Engländerinnen, unter anderem Lord Byron,  hatte sich in ein Landhaus am Genfer See zurückgezogen. Den zum Zeitvertreib gestarteten Wettbewerb um die beste Gruselgeschichte gewann die junge Mary Shelley mit ihrer Geschichte der Erschaffung eines künstlichen Wesens.
Der ehrgeizige Wissenschaftler Viktor Frankenstein, vom Glauben an die Wissenschaft und deren Unbegrenztheit getrieben, erschafft einen künstlichen Menschen. Zum Leben erweckt, wird das Geschöpf durch die Ausgrenzung der Menschen bösartig. Sein Schöpfer entzieht sich der Verantwortung für sein Werk, das nur durch Beobachtung der Menschen und die Begegnung mit einem Blinden eine Sozialisation erfährt. Seine Einsamkeit quält es so sehr, dass es von seinem Schöpfer die Erschaffung eines Gefährten fordert. Die Weigerung Viktors schlägt in Hass um, so dass das Geschöpf  ihm  seine Frau raubt und ermordet. Viktor holt sie von den Toten zurück, aber die Wiederbelebte, selbst entstellt,  flieht vor ihm mit dem Geschöpf in die gemeinsame Einsamkeit.
Ist das Machbare erlaubt? Die Ethik der Wissenschaft versus dem Forscherdrang und Flucht aus der Verantwortung sind Themen, die durch die Forschungen des Chinesischen Arztes und seinen gelungenen Eingriff in das Genmaterial eine brisante Aktualisierung erfahren haben. Das Geschöpf mit seinem Wunsch nach Gemeinschaft und dem Diktat der Schönheit, das ihn ausgrenzt, sind ein interessantes Spielfeld. Das „Riesenbaby“, das von einem Blinden an die Welt herangeführt wird, ist kein Monster, sondern ein tragische, Liebe einfordernde Figur. In der Reflexion zeigt das Geschöpf mehr Menschlichkeit als sein Schöpfer, das seine Umwelt vernachlässigt und nur von seinem enormen Ego getrieben wird.

Umgesetzt wird die Produktion mit einen kleinen Team, mit dem das Theater schon 2018 sehr erfolgreich  Babettes Fest auf die Bühnen gebracht hatte. Der dramaturgische Kunstgriff, Mary Shelleys Geschichte live und von ihr kommentiert und begleitet auf der Bühne entstehen zu lassen, bietet die künstlerische Freiheit des Erzähltheaters, das die Inszenierungen von COMOEDIA MUNDI seit Jahrzehnten prägt. Mit Loes Snijders als künstlerische Leiterin  doppelt sich in ihr die Rolle der Akteurin und Regisseurin, unterstützt von Meriel Brütting als Geburtshelferin und Auge von aussen.

 

Das Team 2019

Loes Snijders (NL)

Kreatur

Iken Marei Sturm

Mary Shelley, Frau auf dem Markt, Agatha

Christina Schmideder

Hure, Felix, Elisabeth

Fabian Schwarz

Viktor Frankenstein, Blinder Mann

Musik

Loes Snijders (NL), Robert Stephan

Athmosphären + Klangkonzept + Sounds

Iken M. Sturm, Robert Stephan,

Regie

Loes Snijders / Meriel Brütting

Text-Bearbeitung

Fabian Schwarz

Kostüme

Camille  K-MI Schwarz

Bühnenbild (Bau + Konzept)

Fabian Schwarz

 

 

Organisation + Presse

Fabian Schwarz

Plakat

Robert C. Rore

Fotos + Web

Ralph Brugger

Förderung

Gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft & Kunst
 

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