Ein Weillchen verweilen

Eine Hommage an Kurt Weill

Loes Snijders (Bild Andreas Franz)

Loes Snijders singt - Christian Jung begleitet am Piano

Ein Weillchen verweilen: Eine Hommage an Kurt Weill

Das Programm Big Weill wurde 2009 mit dem Metropolorchester unter der Leitung von Peter Fulda  und Förderung der Städte Fürth und Nürnberg entwickelt und aufgeführt. Der Aufwand eines 10-köpfigen Klangkörpers ist für den Theater- und Tourneealltag zu groß, das Programm und die Lieder aber zu wertvoll, um sie ungespielt liegen zu lassen. So entstand mit "Ein Weillchen verweilen - Hommage an Kurt Weill" die auf Gesang, Piano und Rezitation reduzierte Fassung. Mit Christian Jung am Piano verbindet Loes Snijders eine bis in die frühen 90Jahre zurückreichende erfolgreiche Zusammenarbeit. Regie und Spracharbeit hatte einmal mehr die befreundete Synchronsprecherin und Regisseurin Ulrike Möckel.


Kurt Weill:
Geboren 1900 in Dessau
Gestorben 1950 in New York
Er war ein Mensch ausgestattet mit intelllektuellem Verstand und emotionalem Feingespür, bereit sich in unterschiedlichen
Kulturen zu bewegen und sich in fremder Umgebung Gehör zu verschaffen.
Kurt Weill wird meist mit Bertolt Brecht in Verbindung gebracht, deren Zusammenarbeit in der „Drei Großenoper“ Weltruhm erlangte.
Kurt Weill (1928) : „Ich kann nur sagen, dass mich meine Berühmtheit allmählich ankotzt, die Ausmaße der „Drei Groschenoper“ brauche ich wohl nicht zu schildern. Ich habe auf einmal Dinge erreicht , die ich frühestens in 10 Jahren erwartet hatte“.
Das Programm erzählt von seiner Zeit in Deutschland, wo er vor den Nazis nach Paris floh, um dann vor ihnen nach Amerika zu emigrieren;
von seiner Zeit in Paris und seinem Erfolg am Broadway. Sein Reisegepäck bestand allein aus seiner musikalischen Ausbildung. Dieses deutsch-französisch-englische Programm wird gestaltet von Loes Snijders und Christian Jung.

Zu Uraufführung war in den FÜHRTER NACHRICHTEN ZU LESEN:
Sobald Loes Snijders auftritt, beherrscht sie Bühne und Publikum wie ein Dompteur. Egal ob sie einen hartgesottenen Seefahrer mimt wie im «Matrosensong», in «Nana’s Lied» eine schwermütige Prostituierte gibt oder sich als Liebende in Gefühlskonflikten verirrt – sie füllt jede Rolle überzeugend und mit großer Intensität. 
Vielseitigkeit ist auch vonnöten, wenn man einen Einblick in das umfangreiche Schaffen von Kurt Weill geben will, der jenseits der «Dreigroschenoper» zahlreiche Kompositionen für Konzertsaal, Bühne und Film schrieb. Anhand ausgewählter Stücke aus verschiedenen Werken und zahlreicher Briefe beleuchtet die Chansonette die einzelnen Stationen im Leben des jüdischen Kantorensohns aus Dessau, der 1933 wegen zunehmender Angriffe der Nationalsozialisten nach Frankreich und später in die USA emigrierte.
Die vielen großen, dramatischen Höhepunkte münden am Ende wieder in «Lost In The Stars» mit der teils resignierten, teils verwunderten Erkenntnis: «Wir sind alle Sternenstaub.» - Ein anspruchsvolles und zugleich unterhaltsames Programm..


 

Impressionen vom Konzert

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