Kulturaspekte - 05.06. 2025
(Daniela Merkel)
EIN WUNDERSCHÖNER THEATERABEND
Zwischen Himmel & Erde

In einer Welt, in der scheinbar immer mehr geboten werden muß, um die Zuschauer in den Bann zu ziehen, schafft es das Ensemble Comoedia Mundi mit Leichtigkeit, das Publikum zu begeistern. Der besondere Abend „Zwischen Himmel und Erde“, unter der Regie von Loes Snijders, zeigte eine wunderbare Auswahl von Szenen aus den letzten Jahrzehnten. Mit Musik von Alfons  Wild nahmen Fabian Schwarz und Loes Snijders die Zuschauer auf eine Reise voller Gefühle, die zwischen Himmel und Hölle, Liebe und Hass, Verzweiflung und Hoffnung schwankten.

Comoedia Mundi ist bekannt für sein Theater im Zelt, das eine besondere Atmosphäre schafft. Diese Nähe zum Publikum war auch an diesem Abend spürbar. Die ausgewählten Szenen waren wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht – bunt und doch sinnvoll verbunden. Fabian Schwarz, der durch das Programm führte, begeisterte mit seinem Witz und Charme. Seine Präsenz auf der Bühne war einfach magisch und er zog das Publikum sofort in seinen Bann.

Die Musik von Alfons Wild an Gitarre, Loop und Klavier sowie Loes Snijders am Klavier bildete den perfekten Rahmen für die Szenen. Die Musik war nicht nur Hintergrund, sondern ein wichtiger Teil der Aufführung, nicht nur als Nebenrolle sondern auch mit im Geschehen. Bei den gesanglichen Szenen überzeugte Loes Snijders auf ganzer Linie. Ihre Stimme wunderbar ausdrucksstark und berührend – und bescherte damit Gänsehautmomente, die lange in Erinnerung bleiben.

Die Szenen aus Stücken wie „Der Himmel ist grün“, „Die Göttliche Komödie“, „Tartüffe oder die Betrüger“ und vielen anderen zeigten die Vielfalt und Tiefe des Schaffens von Comoedia Mundi. Jede Szene war ein kleines Kunstwerk für sich, das das Publikum berührte und zum Nachdenken anregte. Hinzu kommt, daß jede Inszenierung für sich genommen eine eigene Welt ist und nicht eine bloße Darbietung bekannter Stücke. Sie alle haben ihren ganz eigenen Flair und tragen eine unverwechselbare Handschrift.

Besonders beeindruckend war dabei die Wandlungsfähigkeit und Spielfreude von Loes Snijders und Fabian Schwarz. Beide Schauspieler überzeugten mit ihrer Leidenschaft und Hingabe, die in jeder Sekunde spür- und sichtbar war. Ihre Darbietungen hoben sich deutlich von denen vieler anderer Schauspieler ab und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die Inszenierung von Loes Snijders war dabei stets durchdacht, sodass jede Szene ihre volle Wirkung entfalten konnte, bevor sie dann nahtlos in die nächste Szene überging.

Die Bühne und das Licht von Fabian Schwarz sowie die Kostüme von K-MI Camille Schwarz trugen ebenfalls zum Gelingen des Abends bei. Mit wenig Bühnenbild schafften sie es, die schönsten Szenen zu kreieren und die Phantasie anzuregen. Die Technik von Axel Chalon sorgte für einen reibungslosen Ablauf.

Fazit:

„Zwischen Himmel und Erde“ war ein wunderbarer Abend, der das Herz erwärmte und die Seele beruhigte. Man konnte sich einfach treiben lassen, die Szenen bewundern und den Geschichten lauschen. Beide, Loes Snijders und Fabian Schwarz, haben eine Art zu spielen, die einfach wohltuend ist. Ihre Liebe zum Theater ist in jeder Sekunde spürbar und überträgt sich auf das Publikum.

Die Texte und Szenen waren reine Poesie, sie malten Bilder im Kopf, die andere Welten zeigten. Die Zeit verging wie im Flug und man hätte sich noch stundenlang von den Geschichten und der Musik verzaubern lassen können. Schon dieser kurze Einblick in das Schaffen der letzten Jahrzehnte lässt erahnen, wie großartig das gesamte Werk von Comoedia Mundi ist.

 

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